Willkommen auf der Internetpräsenz der Deutsch-Polnischen Gemeinschaft Osnabrück e.V.

Die Deutsch-Polnische Gemeinschaft in der Region Osnabrück e.V. wurde 1995 gegründet, um auch aus unserem Raum einen Beitrag zur Versöhnung und Verständigung mit dem polnischen Volk zu leisten und damit zu einer Festigung und einer Stärkung des Friedens beizutragen um mehr als bisher Verständnis durch Annäherung zu fördern,indem durch Begegnungen und persönliche Kontakt e ein besseres Kennenlernen der Nachbarländer erreicht wird um an das gegenseitige kulturelle Erbe heranzuführen,über wissenschaftliche und künstlerische Errungenschaften zu informieren und landschaftliche Schönheiten bekannt zu machen um die junge Generation der beiden Länder durch Schulpartnerschaften, Jugendaustausch und gegenseitige Besuche einander näher zu bringen Wege und Ziele:

  • Tagungen, Seminare und Ausstellungen zu aktuellen Themen sowie über
    Kultur und Natur und Geschichte und Traditionen beider Länder
  • Vorträge deutscher und polnischer Referenten
  • Autorenlesungen, polnische Musikabende
  • Durchführung von Kontakt- und Studienreisen
  • Angebote zum Erwerb polnischer Sprachkenntnisse
  • Unterstützung bei Kontakten zu polnischen Kulturträgern, Verwaltungen und Unternehmen.
  • Unterstützung regionaler deutsch-polnischer Partnerschaftsinitiativen
  • Zusammenarbeit mit dem polnischen Verein Patria e.V. sowie anderen polnisch-deutschen Vereinen, Gesellschaften und Landsmannschaften.

Führungswechsel bei der Deutsch-Polnischen Gesellschaft in der Region Osnabrück

Dr. Fritz Brickwedde folgt auf Irmgard Vogelsang

Aufgrund des Todes von Irmgard Vogelsang, die seit 2008 Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaft in der Region Osnabrück war wurde auf der Jahreshauptversammlung der Vorstand neu gewählt. Der ehemalige, langjährige Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt Dr. E.h. Fritz Brickwedde aus Osnabrück übernimmt nunmehr das Ruder. Durch die Förderprojekte der DBU in Polen und das Deutsch-polnische Stipendienprogramm war er oft in Polen, hat Land und Leute kennen und lieben gelernt und viele Kontakte geknüpft, aus denen auch zahlreihe Freundschaften entstanden. Auf der Jahreshauptversammlung berichtete Dr. Brickwedde über einige dieser Förderprojekte und das Stipendienprogramm der DBU.

Christel Mysliworski aus Wallenhorst, die zu Beginn der Mitgliederversammlung die zahllosen Aktivitäten von Irmgard Vogelsang in der Deutsch-Polnischen Gesellschaft hervorhob, wurde zur stellvertretenen Vorsitzenden gewählt. Neben der Politik zählten das Engagement und die Beziehungen zu den osteuropäischen Nachbarländern, insbesondere zu Polen, zu den Schwerpunkten der ehrenamtlichen Arbeit von Irmgard Vogelsang, die im März mit nur 72 Jahren verstarb. Als Anfang der 90iger Jahre der Kreis Allenstein, heute Olsztyn den Landkreis Osnabrück um Hilfe bat, griff Irmgard Vogelsang als Kreistagsmitglied die Anregung auf und besuchte die Region. Sie knüpfte schnell Kontakte aus denen über 20 Partnerschaften zwischen polnischen und deutschen Kommunen entstanden. Darunter auch die Partnerschaft zwischen den Gemeinden Wallenhorst und Stawiguda.

Irmgard Vogelsang überlies nichts dem Zufall, sondern setzte sich vehement für die Ziele ein, die dazu beitrugen, eine gelebte Partnerschaft aufzubauen und zu pflegen. Sie sorgte immer wieder dafür, dass die Menschen in Polen materielle Unterstützungen und verwaltungstechnische Hilfen bekamen, wenn dies erforderlich war. In ihren Landtagsferien organisierte sie regelmäßig Reisen in das Nachbarland, um den Teilnehmer/innen das Land, dass ihr sehr am Herzen lag, näher zu bringen. Auf einer dieser Reisen, im Jahr 1995 gründete sie dann mit 22 Teilnehmer/innen die Deutsch-Polnische Gesellschaft in der Region Osnabrück. Immer wieder führte eine ihrer vielen Reisen in die Region Olsztyn. Zum Programm gehörte immer auch ein Besuch der Grundschule in Rus einem Ortsteil von Stawiguda, deren Patin Irmgard Vogelsang seit 1996 war.

Die Schulleitung und die Kinder freuten sich immer auf den Besuch, da Irmgard Vogelsang nie mit leeren Händen kam. Vor sieben Jahren sorgte sie nach Gesprächen mit dem Verein Blau-Weiss-Hollage auch dafür, dass Jugendliche aus der Region Olsztyn am Internationen-C-Jugend-Turnier in Hollage teilnehmen können. Um Unterkunft, Verpflegung und ein umfangreiches Programm kümmern sich nach wie vor die Kolpingsfamilie Rulle und die Deutsch-Polnische Gesellschaft.

Für ihr großes Engagement auf vielen Ebenen wurde Irmgard Vogelsang 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Für ihren Einsatz in Polen erhielt sie 2012 das Goldene Verdienstkreuz der Republik Polen.

Mit Irmgard Vogelsang haben wir eine engagierte Europäerin verloren, die viel für die nachbarschaftlichen Beziehungen getan hat und die bis zuletzt mit Begeisterung dabei war.  Auf der Jahreshauptversammlung wurde ihr posthum eine besondere Ehre zuteil: Die Mitglieder der Deutch-Polnischen Gesellschaft ernannten Irmgard Vogelsang zur Ehrenvorsitzenden.

Christel Mysliworski