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2012

VERSCHOBEN AUF 2013!

Vom Dialog zum Miteinander

Seminar in der Internationalen Begegnungsstätte Kreisau/Polen

26. bis 28. April 2012

Alle Informationen finden Sie HIER

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11. – 18. September 2012 – Busfahrt nach Nordpolen
Stettin – Danzig – Marienburg – Allenstein – Thorn – Posen
Szczecin – Gdansk – Malbork – Olsztyn – Torun – Poznan

Dienstag, 11.09.12
6.00 Uhr Abfahrt – nach Stettin – Stadtführung

Mittwoch, 12.09.12

Fahrt von Stettin nach Walcz/Deutsch Krone = 2. Partner-Landkreis zum Landkreis Osnabrück
Empfang durch Landrat – Mittagessen im Olympiastützpunkt – Besichtigung – Weiterfahrt nach Danzig: Altstadt/Stadtführung Marienkirche, Artushof, durch Frauengasse zum Krantor

Donnerstag, 13.09.12

Stadtrundfahrt durch „Dreistadt Danzig“ (Werft / Westernplatte, Zoppot), Orgelkonzert St. Oliva
Marienburg
Elbing – Fahrt auf dem Oberlandkanal Allenstein

Freitag, 14.09. bis Montag 17.09.12

Programmpunkte in Ermland-Masuren (werden noch detailliert abgestimmt):

Vielfältiges Programm im Landkreis Olsztyn und verschiedenen Gemeinden: Kranzniederlegung am Soldatenfriedhof, Empfänge und Führungen, Teilnahme am Festakt zum 10jährigen Bestehen der Partnerschaft von Stawiguda und Wallenhorst, Besuch der Partnerschule(n), Schiffsfahrt, Grillabend(e) mit Folklore, Gottesdienst in Wallfahrtskirche (Sanktuarium), Freiluftmuseum, Honigschnaps-Herstellung, Töpferei, Landfrauentreffen

Masurenfahrt mit Burg Rössel, Dönhoffstatt, Wallfahrtskirche Hl. Linde mit Konzert, Besuch eines Reiterhofes.

Johannisburger Heide: Stadtführung in Nikolaiken – Schiffsfahrt auf Spirdingsee, Forsthaus Kleinort/Geburtshaus von Ernst Wiechert in Mragowo/Sensburg

Montag, 17.09./Dienstag, 18.09.12

Rückfahrt über Thorn/Stadtführung und Gnesen (Dombesichtigung) nach Posen – Altstadtbummel.
Berlin/
Mittagessen – Wallenhorst an ca. 22.00 Uhr (Dienstag, 18. September 2012)

Kosten: „alles inclusive“ = 720,00€ p.P. im DZ, EZ = Zuschlag 150,00 €

Organisation: Deutsch-Polnische Gesellschaft Osnabrück

Anmeldungen: Irmgard Vogelsang, Wellhügel 9, 49134 Wallenhorst – Tel. 05407 860666

eMail info@irmardvogelsang.de Fax 05407 860667

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1. Tag – Dienstag, 11. 09. 12: Wallenhorst – Stettin

Nach 590 km war es soweit: 42 Mitglieder- und Freunde der Deutsch-Polnischen

Gesellschaft Osnabrück, die seit 1995 ihre Geschäftsstelle in Wallenhorst hat, genossen den Blick von der 500 m langen Hakenterrasse in Stettin über Oder und Hafen. An der Hakenterrasse finden sich die Militärhochschule, die Wojewodschaft Westpommerns und das Nationalmuseum. S T E T T I N


Danach durfte natürlich ein Spaziergang in der Altstadt mit dem Alten Rathaus, Schloss der Pommernfürsten und zur Kathedrale St. Jakob, dem Amtssitz von Diözesanbischof Dziega, nicht fehlen.

2. Tag – Dienstag, 11. 09. 12

Walcz – Dreierstadt Danzig W A L Z

Durch die wogenden Buchenwälder Hinterpommerns, vorbei an idyllischen Seen, ging es weiter nach Walcz (Deutsch Krone), der Partnerregion des Altkreises Wittlage (Bad Essen, Bohmte , Ostercappeln), wo die Gruppe im Kreishaus von Vize-Landrat Goszczynski empfangen wurde.

Das Bad Essener Unternehmerpaar Alexander und Adina Hagen ließen es sich nicht nehmen, gemeinsam mit Irmgard Vogelsang, der Vorsitzenden der Deutsch-Polnischen Gesellschaft, mit Vizelandrat George Goszczynski über Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Betrieben aus Walcz zu diskutieren.

Längs durch Kaschubien führte der Weg in die Dreierstadt Danzig (Gdansk, Gdingen, Zoppot), wo die Altstadt bei mildem Sommerwetter zum Bummel einlud.

DANZIG


Vom Hohen Tor gingen wir über den Langen Markt, vorbei an Rathaus, Neptunbrunnen und Artushof zum Grünen Tor an der Nogat und weiter zum Krantor – durch die Jungfrauengasse zur riesigen Marienkirche.

3. Tag – 13. 09. 2012

Zoppot – Oliva – Marienburg – Oberlandkanal

ZOPPOT


Noch immer eines der edelsten Hotels an der Ostsee (Baltic Sea),

das 1924 als Kasinohotel erbaute Grand-Hotel im Heilbad Zoppot.


Die längste Holzmole Europas mit 511 Metern befindet sich unmittelbar vor dem Grandhotel. Noch heute legen hier viele Ausflugsdampfer an.

DANZIG-OLIVA

Unsere hervorragende Stadtführerin Dorota Prelewska führte uns auch zum romanischen Dom Danzig-Oliva, der von innen mit 25 hochbarocken Altären ausgestattet ist.

Bekannt ist der Dom seit fast 700 Jahren für seine Orgeln.

Bei den stündlich stattfindenden Orgelkonzerten blasen die Engel und kreisen die Sterne.

Von Osterode bis Elbing und damit ins Frische Haff verläuft der OBERLANDKANAL


Der Höhenunterschied von 99 m wird durch fünf Rollberge ausgeglichen, auf denen die Schiffe auf Schienen den Berg hinaufgezogen werden: Ein besonderes Erlebnis für alle Gruppenmitglieder.

Betrieben wird die Technik durch Wasserkraft. Die Technik ist in einem Betriebswerk zu bewundern. Die dazu gehörigen Antriebsräder sind von weitem zu sehen.

4. Tag – 14. 09. 2012

Gymnasium Olsztynek – Pfarrkirche Bartag, Grundschule Ru´s –

Stadtbummel Allenstein – Masurische Hochzeit


OLSTYNEK


Handwerkliches Geschick sahen wir in der Glasbläserei Huta Olsztynek.

In der Partnerschule des Angela-Gymnasiums Osnabrück, dem Gymnasium Olsztynek, freuten sich Schulleiterin Ewa Orlonska (Mitte) und ihre Kollegin über den Besuch der Gruppe aus dem Osnabrücker Land

Schulleiterin Orlonska erläuterte ausführlich die verschiedenen Ausrichtungen des Gymnasiums – vom technischen Bereich bis zu den Ernährungsberufen. Die Möglichkeiten der Jugendlichen im Gastronomie-, Bäckerei- und Konditorgewerbe sind gut. Auch wir konnten uns von den Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler im Backen und bei der Bewirtung überzeugen, die im Rahmen einer Schülerfirma auch auf Bestellung Catering anbieten.

Natürlich wurde auch über den für 2013 geplanten Schüleraustausch informiert.

Olsztyneks Bürgermeister Artur Wrochna ließ es sich nicht nehmen, die interessierte Gruppe aus dem Osnabrücker Land zu begrüßen. Er verwies neben der guten Erfahrungen zum Osnabrücker Land insgesamt auch auf die großartige Unterstützung durch deutsch-polnische Kontakte und Freundschaften wie sie z.B. die Deutsch-Polnische Gesellschaft Osnabrück durchführe.

STAWIGUDA – BARTAG

Dann führte der Weg zur Pfarrkirche nach Groß Bertung in der heutigen Gemeindeteil Bartag.von Stawiguda, wo bekannte Wallenhorster als Ministrant gewirkt hatten.

Für Kanonikus Pfarrer Johannes Gehrmann, Priester in Hilter, stellv. Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft wurde für seine Friedens- und Versöhnungsarbeit im Ermland durch die Kreisgemeinschaft der Allensteiner in der Pfarrkirche von Groß Bertung (heue Bartag) eine bronzene Gedenktafel errichtet.

Ein Fotogruß für die in Hamburg lebende Schwester von Johannes Gehrmann übersandten der Hamburger Pfarrer Michael Kandzia, der zur Gruppe gehörte, und die Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaft.

Besondere Aufmerksamkeit erregte die am Eingangstor befestigte Tafel für die Kriegstoten des ersten Weltkrieges – auch diese ist ein Präsent von ehemaligen, jetzt in Deutschland wohnenden Einwohnern des Kirchspieles Groß Bertung.

Ein im Ermland gebliebener deutscher Groß Bertunger wartete schon vor der Kirche auf uns, um in Gegenwart des amtierenden Pfarrers von seinem Leben in Bartag zu erzählen. Er freue sich darüber, dass Irmgard Vogelsang die Kirche regelmäßig mit Gruppen besuche, er habe sie schon häufiger getroffen, führte er aus. Auffällig für alle war, dass der Mann trotz des jahrzehntlangen Verbotes, die deutsche Sprache anzuwenden, ein ganz hervorragendes Deutsch sprach, ebenso wie der junge vertretungsweise aus Olsztyn angereiste Pfarrer.

STAWIGUDA-RUS

Große Freude bei Kindern, Lehrpersonal und Eltern herrschte in der Grundschule des Ortsteiles Ru´s der Gemeinde Stawiguda über den erneuten Besuch einer Wallenhorster Gruppe, zumal die Katharina-Grundschule vor einiger Zeit einen Partnerschaftsvertrag mit Ru´s abgeschlossen hat.

„Wir sind Freunde, gute Freunde“ tönte es den Gästen in der Grundschule Ru´s, der Patenschule von Irmgard Vogelsang, entgegen. Als Präsent erwartete die Patin ein von den Kindern erstelltes Bild. Diese revanchierte sich mit dem von der Reisegruppe gespendeten Betrag von 600 Euro, der erneut Kindern zugute kommen soll, die aus finanziellen Gründen sonst an Aktivitäten wie z.B. Klassenfahrten nicht teilnehmen können.Zum Abschluss des Besuches erklang von allen Anwesenden gemeinsam der Kanon „Bruder Jakob“ – in polnisch „Panie Janie“.


Kindheitserinnerungen kamen auf, als Irmgard Vogelsang gemeinsam mit Herbert Bohl aus Pye (vorn) in einer alten Schulbank Platz nahmen. In dem kleinen von Schulleiter Marek Kotlinski eingerichteten Schulmuseum fehlt jedoch noch ein Tintenfass für die Schulbank. Kann jemand helfen?

OLSZTYN

Mit Planwagen ging es durch Wald und Feld zum Bauernhof Koyris in Olsztyn, wo eine „masurische Hochzeit“ gefeiert wurde.

Das „Brautpaar“ Hildegard und Walter Pulskamp aus Hollage war von einem stolzen Schimmel mit den Hufen ausgesucht worden.

Frohsinn und Gesang hielten an, bis die Planwagen zu später Stunde – von Amazonen mit Fackeln begleitet – den Heimweg antraten.

5. Tag – Samstag, 15. 09. 2012

Soldatenfriedhof Dorotowo – Jubiläum Partnerschaft Wallenhorst – Stawiguda/LK Olsztyn – Ordensverleihung – Stadtbummel Olsztyn, Warmia Night, Lansk

STAWIGUDA-DOROTOWO

Für Irmgard Vogelsang und die Deutsch-Polnische Gesellschaft eine immer wieder gern erfüllte Pflicht: der Besuch auf dem Soldatenfriedhof in Stawigudas Ortsteil Dorotowo

Hier ruhen 265 Soldaten, Deutsche und Russen – die im ersten Weltkrieg gefallen sind.

Anna Wagner-Rybinska begleitete Irmgard Vogelsang. Der Präsident des Hollager Schützenbundes, Franz-Josef Grewe, und sein Schützenbruder Günther Hörnschemeyer trugen den Kranz zum hohen Friedhofskreuz.

Blumen in den Landesfarben Deutschlands und Polens zierten den Kranz, den die Gruppe am Soldatenfriedhof in Stawigudaer Ortsteil Dorowo niederlegte, ehe sie ein stilles Gebet sprach. – Die Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaft wies darauf hin, dass mit diesem ehrenden Gedenken zum Ausdruck komme, dass es nie wieder zwischen Menschen, gerade jungen Leuten, zu kriegerischen Auseinandersetzungen kommen dürfe.

STAWIGUDA – LANSK

Die Gemeinden Wallenhorst und Stawiguda feierten im Erholungszentrum Lansk das

10-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft. Anwesend waren auch Vertreter von Stawigudas Partnergemeinden Priverno (Italien), Suhindol (Bulgarien) Gizalki, Limanowa, Morawica, Postomino, Tymbark und Andrycow (alle Polen).

Das Foto zeigt die Eröffnungszeremonie mit (v.l.n.r.) Umberto Macci, Bürgermeister von Priverno/Italien – Irmgard Vogelsang, Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Osnabrück – Adam Sierzputowski, erster Landrat von Allenstein – Urzula Paslawka, Schatzministerin /Finanzministerin) aus Warschau – Teodozy Marcinkiewicz, Bürgermeister Gmina Stawiguda – weiter rechts: Bürgermeister Ulrich Belde, Wallenhorst.

Zu Beginn der Feierstunde wurde Irmgard Vogelsang das Goldene Verdienstkreuz der Republik Polen für ihre vielfältigen Verdienste um die deutsch-polnische Freundschaft ausgehändigt. Der Orden war ihr auf Initiative des Landkreises Olsztyn vom Polnischen Staatspräsidenten Bronislaw Komorowski verliehen worden. In Beisein der Polnischen Schatzministerin Urzula Paslawka nahm Wojewode John Mascianica (Ministerpräsident) von Ermland-Masuren die Ehrung vor. Der Staatsakt war eingebunden in das Abspielen der Polnischen und der Deutschen Nationalhymne.

Anna und Ewa überbrachten die Grüße der Grunschule Ru´s und gratulierten ihrer „Matka chrzestna“ = Patentante.

In der sich anschließenden Feierstunde zum Partnerschafts-Jubiläum hielten Bürger-meister Marcinkiewiz (Stawiguda) und Bürgermeister Belde (Wallenhorst) Rückblick aus die zurückliegende Zeit, vor allem aber Ausblick auf künftigen Jahre, die durch etliche Schülerbegegnungen wesentlich geprägt sein werden.

Mit der erstmals von Stawiguda und Wallenhorst gemeinsam verliehenen Partnerschafts-medaille wurden als sichtbares Zeichen des Dankes diejenigen Männer und Frauen ausgezeichnet, die quasi seit Anbeginn in die Partnerschaftsarbeit involviert waren. Von deutscher Seite waren dies Marek Wannik, Irmgard Vogelsang, Petra Tepe, Anke Rehling und Erich Ahmann, aus Stawiguda Maria Mazczak, Renate Rabe, Jerzy Raszyk, Malgorzata Wolszcezak und Ewa Zaremba.

„Ausgezeichnete“ Frauen-Power: die drei engagierten Wallenhorsterinnen.Petra Tepe, Anke Rehling und Irmgard Vogelsang

O L S Z T Y N .

Der nachmittägliche Rundgang durch die Kopernusstadt Olstzyn/Allenstein offenbarte den besonderen Charme von Ermlands Metropole

Das von Prof. Dr. Rita Süßmuth eingeweihte Deutsch-Polnische Jugendzentrum vor der Allensteiner Burg.

Über Leben und Wirken des Arztes, Juristen, Mathematikers und Astronomen
Nikolaus Kopernikus
referierte die Historikerin Ewa Kaczyinska

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STAWIGUDA-LANSK


Beim abendlichen Partnerschaftstreffen – der Warmia Night“ in Lansk wurde zunächst für eine gute Unterlage gesorgt, dann floss der Wodka teilweise recht munter.

6. Tag – Sonntag, 16. 09. 12

Masuren: Hl. Linde – Spirdingsee – Barczewo – Mokiny

HL LINDE/MASUREN

Im ermländisch-masurischen Ort “Heilige Linde” befindet sich die gleichnamige Basilika. die in Erinnerung an das Wunder der Schaffung eines Bildnisses der Gottesmutter, welches durch einen zum Tode verurteilten Verbrecher in der Nacht vor der angesetzten Hinrichtung aus einer Linde geschnitzt worden war und heute 10tausende von Pilgern anzieht.

Glanzpunkt des Inneren ist die Orgel, die über mehr als 40 verschiedene Stimmen und bewegliche Figuren verfügt. Bei den Tönen des „Ave Maria“ von Haydn bleibt wohl kein Zuhörer gleichgültig.

SPIRDINGSEE/MASUREN


Ein Segelschiff für uns allein! Trotz bewölktem Himmel über dem Spirdingsee blieb es trocken und warm, so dass das gute Mittagessen auf dem Deck der CHOPIN eingenommen werden konnte.

BARCZEWO


Das gibt es nur in Polen: Barczewos Bürgermeister Lech Nitkowski ließ es sich nicht nehmen, uns am Sonntagnachmittag um 16.00 Uhr im Rathaus zu empfangen und reichlich zu bewirten.

Stolz berichtete er von Barczewos Auszeichnung für die städtebauliche Gestaltung des Ortskernes.

Vor dem Rathaus Barczewo erwartete Robert Hagemann mit dem Bus der Firma Hülsmann aus Voltlage die Gruppe.

BARCZEWO-MOKINY


Der Besuch bei Anna Wagner in Barczewos Ortsteil Mokiny begann mit prüfendem Blick über die sogen. „Friedenswiese“, auf der einst Politiker aus dem Osnabrücker Land nach dem X-ten Wodka Versöhnung gefeiert haben.

Der letzte Abend im Ermland begann in der Dorfkapelle des Hofes Wagner, wo Pfarrer Michael Kandzia aus Hamburg, der mit Verwandten aus Belm an der Fahrt teilnahm, die heilige Messe feierte.

Beim von Landfrauen zubereiteten Abendbrot fühlten sich alle „wie bei Muttern“

Aus eigener Anschauung und in vielen Gesprächen konnte die Gruppe sich ein Bild vom Leben in polnischen Familien machen.

Auch Olsztyns Vize-Landrätin Isabella Smolinska-Letz , mit Irmgard Vogelsang seit ihrem Dienstantritt beim Landkreis Olsztyn/Allenstein eng verbunden, fühlte sich mit Mann und Söhnchen sichtlich wohl im Hause von Anna Wagner-Rybinska in Mokiny

Abschied von Mokiny: Auf Wiedersehen in Osnabrück!


Da fiel die Verabschiedung nicht leicht: Sie zeigten sich als wahre Organisationstalente, waren uns bei Vorbereitung und Abwicklung des Programms behilflich und stets an unserer Seite zu finden: die Schwestern Anna Wagner-Rybinska und Ewa Kaczynska

Beide gehören zu der kleinen Frauengruppe, die vor rd. 20 Jahren den „Ermländischen Landfrauenverband deutschstämmiger Frauen“ neu belebten. (Zur Information: zum 100. Jubiläum des Deutschen Landfrauenverbandes im Olympiastadion in Berlin waren beide mit einer Kindergruppe aus Barczewo/Wardenburg in Berlin, wo sie von der damals ersten Kreisfrauenbeauftragten Irmgard Vogelsang im Auftrag des Landkreises Osnabrück betreut wurden. Übrigens: gegründet wurde der Landfrauenverband am 2. 2. 1898 von Elisabeth Boehm, einer Gutsherrin aus dem Ermland.

Unsere beiden Ermländerinnen freuten sich über 250 Liederbücher mit deutschen Volksliedern, die sie ebenso für ihre Arbeit erhielten, wie auch der im Kopernikushaus in Olsztyn angesiedelte „Verband der Gesellschaften im ehemaligen Ostpreußen mit Sitz in Allenstein (VDGeO)“.

7. Tag – Montag, 17.09.2012

Thorn – Gnesen – Posen

T H O R N


Unser Weg führte nach Thorn (180 km nordwestlich von Warschau, an Weichsel gelegen).

Die Altstadt wurde in vielen Teilen im 13. Jahrhundert im Stil der norddeutschen Backstein-gotik erbaut und wird noch heute von einer Stadtmauer mit vielen Toren und Wehrtümen umgeben. 1997 wurde sie von der UNESCO als Teil des Weltkulturerbes anerkannt.

Die Kopernikus-Geburtsstadt Thorn empfing uns mit herrlichem Sonneschein und lud zu einem Altstadtbummel ein. Beliebtester Treffpunkt in Thorn: das Kopernikusdenkmal nahe des Rathauses. Der weltbekannte Astronom Nikolaus Kopernikus erkannte, dass sich die Erde um sich selbst und trotzdem um die Sonne dreht.

Rathaus Thorn

Die Lebkuchen-Spezialität „Thorner Kathrinchen“ fand auch unter den Wallenhorstern manch einen Abnehmer.

G N E S E N


Unser Stopp in Gnesen führte in die gotische Kathedrale mit dem Reliquienschrein des Heiligen Adalbert und der berühmten Bronzetür, die das Leben des hl. Adalbert zeigt und jährlich zigtausende Pilger anzieht. Gnesen ist Teil des Jakobsweges.

Hier stellte im Jahre 1000 der römisch-deutsche Kaiser Otto III sein Kaisertum unter das von Christus und vollzog die faktische Anerkennung Polens durch Rom. Er krönte Boleslav IV. Chrobry zum ersten König von Polen.

Geschafft: mehr als 400 Stufen vom Parkplatz bis zur Turmspitze der Kathedrale!

P O S E N


Auf dem von südlichem Flair geprägten Rynek in Posens Altstadt, ließ sich die Gruppe vor dem einzigartigen Jugendstil-Rathaus nieder, leider für die kleinen Böckchen, die einmal täglich aus der Uhr heraustreten die falsche Uhrzeit.

Die kleine Bambergerin:

Fast jeder Posener kennt den unscheinbaren kleinen Brunnen im Herzen des Stary Rynek und seine Entstehungsgeschichte. Eine Tafel erklärt, dass der Brunnen 1914 von einer Winzerfamilie Namens Goldenring zu Ehren der Posener Bamberger gespendet wurde.

8. Tag – Dienstag, 18. 09. 2012-10

Rückweg über Berlin BERLIN

Der Heimweg führte uns quer durch Berlin Frankfurter Allee – Alexanderplatz – Unter den Linden – Leipzigerstraße – vorbei an Bundesrat, niedersächsischer Landesvertretung, Holocaust-Denkmal und Brandenburger Tor zum Deutschen Bundestag im Reichstag, wo der Blick von der Kuppel über die Bundeshauptstadt schweifen konnte.

Dankeschön an die komplette Gruppe und unseren Fahrer Robert Hagemann (Hülsmann-Reisen) – Ihr wart „SPITZE!!“