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Buchtipps

Mein Polen – Meine Polen

Mein Polen – Meine Polen  Dieter Bingen, Marek Halub,  Matthias WeberDieter Bingen, Marek Halub,  Matthias Weber
Verlag Harrassowitz, O  ISBN-13: 9783447105934
In der Anthologie werden Essays von über 40 prominenten Persönlichkeiten aus Deutschland veröffentlicht, die aufgrund ihres privaten und beruflichen Lebenslaufs eine Affinität zu Polen haben. Die Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen, insbesondere Politik, Wissenschaft, Kultur und Religion, schildern ihre individuellen Zugänge zu Polen und ihre Beziehungen zu den polnischen Nachbarn. Dabei stehen allgemeine Reflexionen über Polen, persönliche Beziehungen zu dortigen Partnern oder Freunden oder auch Gedanken zu den deutsch-polnischen Beziehungen im Vordergrund. Es wird spürbar, was Polen und die Polen für die Autorinnnen und Autoren subjektiv bedeuten. Der Paradigmenwechsel in der Wahrnehmung Polens wird verdeutlicht und lässt den deutsch-polnischen Gedächtnisrahmen hervortreten. Die Bedeutung Polens für Deutschland und die Deutschen wird unterstrichen. Damit leistet die Anthologie auch einen Beitrag zur Weiterentwicklung einer guten nachbarschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder. Ein Geleitwort von Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier und ein Beitrag von Prof. Hubert Orlowski, der ein ähnliches, polnische Stimmen über Deutschland und die Deutschen enthaltendes Werk herausgegeben hat, führen in den Band ein.
Parallel zur deutschen Ausgabe der Anthologie erscheint eine polnische Ausgabe im Warschauer Verlag AKCENT. Das Buch ist ein gemeinsames Projekt des Deutschen Polen-Instituts Darmstadt, des Instituts für Germanistik der Universität Wroclaw / Breslau und des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa in Oldenburg.

Biografie (Matthias Weber)

Matthias Weber, geboren 1961, ist apl. Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit der Universität Oldenburg und seit 2004 Direktor des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa

Steffen Möller

Viva Warszawa – Polen für Fortgeschrittene

Lässige Strandbars am Ufer der Weichsel und 270 Kilometer Radwege mitten in der Stadt: Steffen Möller, der sich vor zwanzig Jahren in Polen verliebte, nimmt uns mit in seine Wahlheimat Warschau, die heute so attraktiv ist wie nie zuvor. »Gäbe es Warschau nicht, wäre ich nicht so lange in Polen geblieben…« Steffen Möller erzählt von Europas meistunterschätzter Hauptstadt, die ihren Besucher mit offenen Armen empfängt. In der man tagsüber in Liegestühlen am Weichselstrand DJs lauschen und abends die goldene Spitze des Kulturpalastes leuchten sehen kann. Er berichtet von einer Liebesgeschichte mit Hindernissen, von Fettnäpfchen und deutsch-polnischen Missverständnissen, von Perlhuhnzüchter Tomek und seiner ersten WG mit den Philosophiestudenten Bolek. Er nimmt uns mit auf eine Zeitreise in frühere Jahrhunderte, zu einem Spaziergang über den verwunschenen jüdischen Friedhof und durch das ehemalige Ghetto, zeigt uns den Königspark Łazienki, die Hipsterszene am Plac Zbawiciela und die originellste Milchbar der Stadt. FrédéricChopin, Andrzej Stasiuk, der Meisterspion Ryszard Kukliński – sie alle kommen aus Warschau. Und trotzdem leiden die meisten Menschen hier an einem äußerst sympathischen Minderwertigkeitskomplex… Ein Kniefall vor der Metropole der Polen!

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Matthias Kneip

111 GRÜNDE, POLEN ZU LIEBEN

Matthias Kneip hat es bereits als Kind am eigenen Leib erfahren: Wer in Polen seinen Teller leer isst, bekommt ungefragt Nachschlag. Der Gast ist in Polen nämlich König, und der muss auf jeden Fall vor einem gut gefüllten Teller sitzen. Ein »Danke« in der Landessprache (dziękuję) bewirkt dabei, dass das Land dem deutschen Gast zu Füßen liegt – schließlich weiß ein Pole ja, welche Überwindung es die deutsche Zunge kostet. Humorvoll und augenzwinkernd nimmt Kneip den Leser mit auf eine sehr persönliche Reise durch das Land zwischen Oder und Bug, ohne dabei den Blick für die Realitäten zu verlieren. Wussten Sie beispielsweise, dass Polen mit dem Meer verheiratet ist? Oder dass der größte Gartenzwerg der Welt im polnischen Nowa Sόl zu finden ist?»Ich bin als Sohn oberschlesischer Eltern in Bayern aufgewachsen. Als Kind musste ich erst mal unterscheiden lernen, welche Tradition bei uns bayrisch, schlesisch, polnisch oder deutsch war. Doch Polen lieben gelernt habe ich erst später, als ich dort durch Zufall eine Stelle an der Universität Oppeln angetreten habe. Ich bin seitdem das ganze Land abgereist und habe immer wieder gestaunt darüber, was ich dort alles erleben durfte und zu sehen bekam.« Neben kuriosen Sehenswürdigkeiten widmet Kneip sich auch den Eigenheiten der polnischen Mentalität oder besonderen Werken polnischer Kultur. Selbstverständlich darf bei einer solchen Liebeserklärung der Blick in den nationalen Kochtopf nicht fehlen! Auch polnische Geschichte und Traditionen begleiten den Leser auf dieser literarischen Reise durch ein Land, das zu entdecken sich lohnt. 111 GRÜNDE, POLEN ZU LIEBEN ist eine ebenso witzige wie hintergründige Liebeserklärung des Schriftstellers Matthias Kneip an Deutschlands östliches Nachbarland und seine Menschen.MATTHIAS KNEIP (*1969) arbeitet am Deutschen Polen-Institut in Darmstadt sowie als Schriftsteller und Polenreferent. Er hat zahlreiche Bücher über Polen geschrieben und zählt zu den bekanntesten Vermittlern polnischer Kultur in Deutschland. 111 GRÜNDE, POLEN ZU LIEBEN erscheint am 15. Juli 2015. Matthias Kneip steht sehr gern für Interviews zur Verfügung!

Matthias Kneip – 111 GRÜNDE, POLEN ZU LIEBEN
Eine Liebeserklärung an das schönste Land der Welt

240 Seiten, Taschenbuch
9,99 EUR (D)
ISBN 978-3-86265-521-2
Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2015
Erscheint: 15. Juli 2015

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Polnische Einwanderung

Zur Geschichte und Gegenwart der Polen in Deutschland
Basil Kerski / Krzysztof Ruchniewicz (Hrsg.)

Mit fast 400.000 Menschen stellen Polen die drittgrößte Gruppe von Ausländern in Deutschland. Die meisten Einwanderer aus Polen sind in den letzten zwei Jahrzehnten in die Bundesrepublik gekommen. Doch die Geschichte der polnischsprachigen Gruppe in Deutschland reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück.
Der vorliegende Sammelband gibt einen breiten Überblick über verschiedene Phasen der polnischen Einwandungsgeschichte in Deutschland und stellt unterschiedliche Aspekte der jüngsten kulturellen Entwicklung der polnischsprachigen Gruppe in der Bundesrepublik vor.
Der Band versammelt sowohl Originalbeiträge als auch Nachdrucke von Beiträgen, die im Deutsch-Polnischen Magazin DIALOG sowie im Rahmen des Themenschwerpunkts “Polen in Deutschland” im Jahrbuch zur deutsch-polnischen Beziehungsgeschichte Inter Finitimos erschienen sind.
BASIL KERSKI, geb. 1969, ist Direktor des Europäischen Solidarność-Zentrums in Danzig/Gdańsk und Chefredakteur des Deutsch-Polnischen Magazins DIALOG.
KRZYSZTOF RUCHNIEWICZ, geb. 1967, ist Professor für Neuere Geschichte an der Breslauer Universität und Direktor des Willy Brandt Zentrums für Deutschland- und Europastudien der Universität Wrocław.

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Ein Christ im Dritten Reich

Wir möchten auf die gerade erschienene deutsche Übersetzung des Bonhoeffer-Buchs der polnischen Publizistin Anna Morawska aufmerksam machen.

Als dieses Buch unter dem Titel „Chrzescijanin w Trzeciej Rzeszy“ (Ein Christ im Dritten Reich) vor 40 Jahren in Polen erschien, war Bonhoeffer dort nahezu unbekannt und die Veröffentlichung des Buchs provokant. Anna Morawska wollte mit ihrem Bonhoeffer-Buch einen Schritt zur Versöhnung zwischen Deutschen und Polen leisten, was damals aber entschieden gegen die Interessen des kommunistischen Regimes stand, das kein positives Bild von Deutschen präsentiert wissen wollte. Zugleich erschien den überwiegend katholischen Polen der evangelische Christ aus Deutschland zunächst recht fremd – und doch zog das Buch bald weite Kreise.  Noch über Jahrzehnte später lasen es führende Köpfe der Solidarnosz in der Haft, um Bonhoeffer als Widerstandsfigur verstehen zu lernen. Der spätere polnische Ministerpräsident Tadeusz Mazowiecki erklärte bei Erscheinen des Buches: Bonhoeffer wird uns für immer auf unserem eigenen Wege als eine Gestalt begleiten, deren Schicksal und Denkweise prägenden Werr hat und dazu angetan ist, einen Einfluss auf uns auszuüben, der weiter reicht als die eigene Existenz.